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Lexikoneintrag: Antirutschsohlen
Veröffentlichungsdatum: 05.06.2024
Aktualisierungssdatum: 10.02.2026
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Antirutschsohlen
Antirutschsohlen sind ein wesentlicher Bestandteil moderner Arbeitsschuhe und tragen erheblich zur Arbeitssicherheit bei. Sie sorgen für einen stabilen Stand auf glatten, feuchten oder öligen Oberflächen und reduzieren so das Risiko von Sturz- und Rutschunfällen am Arbeitsplatz.
Definition: Was bedeuten Antirutschsohlen?
Antirutschsohlen sind speziell entwickelte Schuhsohlen mit strukturierter Oberfläche und rutschhemmender Gummimischung. Sie erhöhen die Bodenhaftung zwischen Schuh und Untergrund und sind in vielen Bereichen der Arbeitswelt vorgeschrieben, insbesondere dort, wo nasse oder glatte Böden vorkommen. Ihre Rutschfestigkeit wird in Europa gemäß DIN EN ISO 20345 und DIN EN ISO 20347 geprüft und in den Klassen SRA (Keramik-Fliese/Wasser+Reinigungsmittel), SRB (Stahlboden/Glycerin) oder SRC (Kombination aus SRA und SRB) ausgewiesen.
Die Funktion von Antirutschsohlen
Die Struktur und das Material von Antirutschsohlen gewährleisten eine verbesserte Haftung auf unterschiedlichen Untergründen. Das spezielle Sohlenprofil leitet Flüssigkeiten ab und sorgt dafür, dass der Kontakt zwischen Schuh und Boden möglichst stabil bleibt. So wird das Risiko von Ausrutschen reduziert, insbesondere bei Tätigkeiten in Werkstätten, Küchen, Lagerhallen oder auf Baustellen.
Die Vorteile von Antirutschsohlen
- Erhöhte Sicherheit: Verbessern die Bodenhaftung und senken das Risiko von Stürzen und Verletzungen durch Ausrutschen.
- Vielfältige Einsatzmöglichkeiten: Geeignet für trockene, nasse oder ölige Arbeitsbereiche – von Industrie über Gastronomie bis Handwerk.
- Komfort und Ergonomie: Moderne Sohlen sind flexibel, dämpfend und bieten auch bei längeren Steh- oder Gehzeiten Komfort.
- Normgerechter Schutz: Tragen zur Erfüllung der gesetzlichen Arbeitsschutzanforderungen bei.
Die Nachteile von Antirutschsohlen
- Abnutzung: Die Rutschhemmung kann sich mit der Zeit durch Verschmutzung oder mechanischen Verschleiß verringern.
- Pflegebedarf: Regelmäßige Reinigung ist notwendig, um die Rutschfestigkeit aufrechtzuerhalten.
- Materialabhängigkeit: Bestimmte Sohlenmischungen können bei extremen Temperaturen (z. B. Eis oder Hitze) an Haftung verlieren.
Zusammenfassung:
- Antirutschsohlen erhöhen die Trittsicherheit und verhindern Ausrutschen auf glatten, nassen oder öligen Untergründen.
- Die Rutschhemmung wird nach den Prüfklassen SRA, SRB und SRC gemäß DIN EN ISO 20345/20347 bewertet.
- Sie sind in nahezu allen sicherheitsrelevanten Arbeitsbereichen ein fester Bestandteil der persönlichen Schutzausrüstung.
- Regelmäßige Kontrolle und Reinigung sind wichtig, um die volle Schutzwirkung zu erhalten.