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Lexikoneintrag: Ankerpunkte
Veröffentlichungsdatum: 17.05.2024
Aktualisierungssdatum: 10.02.2026
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Ankerpunkte
Arbeitskleidung dient dem Schutz und der Sicherheit der Beschäftigten in unterschiedlichen Arbeitsumgebungen. Ein wichtiger Bestandteil vieler Absturzsicherungssysteme sind sogenannte Ankerpunkte. Sie bilden die Grundlage für eine sichere Befestigung der persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA).
Definition: Was bedeutet Ankerpunkte?
Ankerpunkte sind feste oder mobile Befestigungseinrichtungen, die zur Sicherung von Personen gegen Absturz dienen. Sie werden an tragfähigen Bauteilen wie Gebäudestrukturen, Dächern oder Stahlkonstruktionen montiert und dienen als Anschlagpunkt für persönliche Schutzausrüstung – etwa Auffanggurte, Verbindungsmittel oder Höhensicherungsgeräte.
Die verschiedenen Arten von Ankerpunkten
Ankerpunkte unterscheiden sich je nach Einsatzgebiet in ihrer Bauart, Belastbarkeit und Mobilität. Grundsätzlich wird zwischen mobilen und statischen (fest installierten) Ankerpunkten unterschieden.
Mobile Ankerpunkte
Mobile Ankerpunkte sind flexibel einsetzbare Sicherungssysteme, die schnell auf- und abgebaut werden können. Sie eignen sich insbesondere für temporäre Arbeiten an Dächern, Fassaden oder Konstruktionen. Mobile Systeme bestehen beispielsweise aus Anschlagseilen, Balken- oder Trägersystemen und können vom Benutzer an geeigneten Punkten befestigt werden. Sie sind leicht zu transportieren und bieten eine hohe Flexibilität im Einsatz.
Statische Ankerpunkte
Statische Ankerpunkte sind dauerhaft installierte Sicherungseinrichtungen, die über einen längeren Zeitraum genutzt werden. Sie werden fest an tragfähigen Strukturen wie Beton, Stahl oder Mauerwerk montiert und dienen häufig als Teil eines kompletten Absturzsicherungssystems (z. B. Dachschutzsysteme). Ihre Konstruktion ist besonders stabil und auf hohe Belastungen ausgelegt.
Vor- und Nachteile von Ankerpunkten
Vorteile:
- Ermöglichen sicheres Arbeiten an hochgelegenen oder schwer zugänglichen Arbeitsbereichen.
- Dienen als zuverlässige Befestigung für persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA).
- Mobile Systeme bieten Flexibilität und sind einfach zu montieren.
Nachteile:
- Ankerpunkte müssen regelmäßig geprüft, gewartet und dokumentiert werden.
- Fehlerhafte Montage oder Nutzung kann zu erheblichen Sicherheitsrisiken führen.
- Installation statischer Systeme erfordert oft bauliche Zustimmung und Fachkenntnisse.
Damit Ankerpunkte ihre Schutzwirkung erfüllen, müssen sie nach den geltenden Sicherheitsnormen, wie der DIN EN 795 (Anschlageinrichtungen), ausgewählt, installiert und regelmäßig geprüft werden. Nur fachgerecht montierte und getestete Ankerpunkte gewährleisten einen wirksamen Absturzschutz.
Zusammenfassung:
- Ankerpunkte sind sicherheitsrelevante Befestigungspunkte für Absturzsicherungssysteme.
- Sie dienen als Anschlageinrichtung für Schutzausrüstung wie Auffanggurte oder Höhensicherungsgeräte.
- Es gibt feste (statische) und mobile Ausführungen für unterschiedliche Einsatzzwecke.
- Regelmäßige Prüfung und fachgerechte Montage sind Pflicht, um maximale Sicherheit zu gewährleisten.
- Sie sind ein zentraler Bestandteil moderner Absturzsicherungssysteme im Arbeits- und Industrieschutz.