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Lexikoneintrag: Absturzsicherung
Veröffentlichungsdatum: 25.03.2024
Aktualisierungssdatum: 10.02.2026
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Absturzsicherung
Arbeitssicherheit ist ein zentraler Bestandteil jedes Unternehmens und umfasst alle Maßnahmen, die die Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten gewährleisten. Ein besonders wichtiger Bereich hierbei ist die Absturzsicherung. Sie schützt Personen, die in größeren Höhen oder an Absturzkanten arbeiten, vor gefährlichen Stürzen.
Definition: Was bedeutet Absturzsicherung?
Unter Absturzsicherung versteht man alle technischen, organisatorischen und persönlichen Maßnahmen, die das Risiko eines Absturzes verringern oder die Folgen eines Sturzes mindern sollen. Dazu zählen unter anderem Geländer, Seitenschutz-Systeme, Seilsysteme oder persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) wie Auffanggurte. Ziel der Absturzsicherung ist es, Arbeitsunfälle zu verhindern und die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen.
Arten der Absturzsicherung
Je nach Arbeitsumgebung und Gefährdungslage kommen unterschiedliche Systeme zur Absturzsicherung zum Einsatz:
- Kollektive Schutzsysteme: Hierzu gehören feste oder mobile Geländer, Seitenschutz oder Fanggerüste. Sie schützen mehrere Personen gleichzeitig und verhindern, dass es zu einem Absturz kommt.
- Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA): Diese Systeme bestehen aus Komponenten wie Auffanggurten, Verbindungsmitteln, Höhensicherungsgeräten und Anschlagpunkten. Sie sichern den einzelnen Beschäftigten und fangen ihn im Fall eines Sturzes auf.
- Seilsicherungssysteme: Diese werden häufig auf Dächern oder an Fassaden eingesetzt. Sie ermöglichen eine sichere Fortbewegung entlang einer Absturzkante.
Vor- und Nachteile von Absturzsicherung
Vorteile:
- Erhöhter Arbeitsschutz durch Verringerung des Absturzrisikos.
- Verhinderung schwerer Verletzungen oder Todesfälle durch geeignete Rückhaltesysteme.
- Erfüllung gesetzlicher Vorschriften, beispielsweise der DGUV-Regeln oder Arbeitsstättenverordnung.
Nachteile:
- Investitions- und Wartungskosten für Geräte und Systeme.
- Erforderliche Schulung der Beschäftigten zur sicheren Nutzung der Ausrüstung.
- Eingeschränkte Bewegungsfreiheit bei bestimmten Sicherungssystemen, insbesondere bei PSAgA.
Die Absturzsicherung ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Arbeitssicherheit – insbesondere in Branchen wie Bauwesen, Industrie, Wartung und Handwerk. Durch geeignete Schutzmaßnahmen lassen sich Unfälle vermeiden und die Sicherheit der Beschäftigten deutlich erhöhen.
Zusammenfassung:
- Absturzsicherung umfasst technische und persönliche Schutzmaßnahmen gegen Abstürze.
- Wesentliche Elemente sind Geländer, Fangsysteme und persönliche Schutzausrüstung wie Auffanggurte.
- Sie schützt Beschäftigte bei Arbeiten in der Höhe und erfüllt gesetzliche Sicherheitsanforderungen.
- Regelmäßige Prüfung, Wartung und Schulung sind entscheidend für die Wirksamkeit.